Die demographische Entwicklung in Deutschland und ihre Bedeutung für das Kapitaldeckungsverfahren von Lebensversicherern, privaten Krankenversicherern und Pensionsfonds


Weigel, Hanns-Jürgen


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URL: http://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/1590
URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-15908
Dokumenttyp: Arbeitspapier
Erscheinungsjahr: 2006
Sprache der Veröffentlichung: Deutsch
Einrichtung: Fakultät für Betriebswirtschaftslehre > Sonstige - Fakultät für Betriebswirtschaftslehre
MADOC-Schriftenreihe: Lehrstuhl für ABWL, Risikotheorie, Portfolio Management und Versicherungswirtschaft (Albrecht) > Mannheimer Manuskripte zu Risikotheorie, Portfolio Management und Versicherungswirtschaft
Fachgebiet: 330 Wirtschaft
Normierte Schlagwörter (SWD): Bevölkerungsentwicklung , Lebensversicherung , Private Krankenversicherung , Pensionskasse , Kapitaldeckungsverfahren , Deutschland
Freie Schlagwörter (Deutsch): Demographische Entwicklung , Kapitaldeckungsverfahren , Personenversicherung
Freie Schlagwörter (Englisch): Demographic development , Funding , Life Insurance , Health Insurance , Pension Insurance.
Abstract: Der Bevölkerungsrückgang nimmt in Deutschland ab 2030 dramatisch zu; er geht einher mit einer raschen Überalterung und einem gravierenden Wandel unserer Bevölkerungsstruktur. Das dahinsterbende „Bürgertum“ wächst kaum nach. Wer heute mit 35 Lebensjahren eine private Rentenversicherung abschließt, wird ab 2037 voraussichtlich Rente beziehen und möglicherweise 2060 versterben. Die Entwicklung nach 2030 trifft ihn voll. Die versicherungsförmig garantierte private Rentenversicherung dominiert im Neugeschäft der Versicherungsbranche; die Zinsgarantie wird dabei teilweise über einen Zeitraum von 40- 50 Jahren vereinbart. Nach demographischen Fortschreibungen werden im Jahr 2050 in Deutschland rund 15 Millionen erwerbsfähige Menschen weniger leben als heute; das umfasst die Zahl der heutigen Erwerbstätigen in Belgien, Dänemark, Finnland, Irland und Österreich. Konsum, Investitionsnachfrage und Fremdmittelbedarf werden zurückgehen. Das Rentenniveau für zinstragende Vermögensanlagen wird sich abflachen. Risikopapiere (Aktien u.a.) der Emittenten, denen es rechtzeitig gelingt, in den aufstrebenden Märkten Fuß zu fassen, werden sich gut entwickeln können. Andererseits zwingen unsere Rahmenbedingungen für zinsgarantierte Produkte Lebensversicherer, Pensionsfonds und Pensionskassen ihre Anlagemittel überwiegend in zinstragende Kapitalanlagen zu investieren. Das bremst die Rentabilität kapitalgedeckter Altersversorgungsprodukte. Ein Ausweg für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Effizienz des Kapitaldeckungsverfahrens könnte die verstärkte Platzierung nicht versicherungsförmig garantierter Rentenprodukte sein. Die Policeninhaber haben dann die Aufgabe, sich durch Diversifikation zu schützen.
Übersetzung des Abstracts: The decline in population will increase dramatically after the year 2030; this development is accompanied by a dramatic change of the social structure of the German society and the aging of the population. Policyholders of annuity contracts who are now in the age of 35 will probably retire in the year 2030 and their death can be actuarially awaited near 2060. That means those people are completely affected by the development after 2030. The annuity contracts with a guaranteed interest rate (legally fixed for the duration of the contracts) dominate the new business of life insurance companies. The period of time of the interest rate guarantee can be up to 40 or 50 years. Our demographic profile leads to the assumption that in 2050 we will miss 15 million people of our working population; this represents the actual figure of the working population of Belgium, Denmark, Finland, Ireland and Austria. Consumption, overall investments and the demand of borrowed funds will decrease. The level of the rate of return of bonds or other interest bearing assets will decline. On the other hand, the value of shares of those companies who belong to the winners of the global transition process we have started right now will increase. Unfortunately life insurance companies and pension funds - when they take investment risk - are forced mainly to invest in bonds or other debentures. The consequence can be a not attractive level of return of the premiums paid. A solution would be to reinforce the development and business of non guaranteed annuities and a higher quote of shares in the portfolios. Then it would be the duty of each policyholder to protect himself by diversification. (Englisch)
Zusätzliche Informationen:

Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.




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Weigel, Hanns-Jürgen (2006) Die demographische Entwicklung in Deutschland und ihre Bedeutung für das Kapitaldeckungsverfahren von Lebensversicherern, privaten Krankenversicherern und Pensionsfonds. [Arbeitspapier]
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