Ein Vergleich von sechs multinomialen Modellen zur Erklärung des Abruferlebens


Cüpper, Lutz


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URL: http://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/1810
URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-18103
Dokumenttyp: Dissertation
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Universität Mannheim
Gutachter: Erdfelder, Edgar
Datum der mündl. Prüfung: 14 Dezember 2007
Sprache der Veröffentlichung: Deutsch
Einrichtung: Fakultät für Sozialwissenschaften > Psychologie III (Erdfelder)
Fachgebiet: 150 Psychologie
Normierte Schlagwörter (SWD): Explizites Gedächtnis , Gedächtnis , Episodisches Gedächtnis , Mathematisches Modell
Freie Schlagwörter (Englisch): Explicit memory , Episodic memory , Mathematical modeling
Abstract: In der Testphase von Remember-Know-(RK-)Rekognitionsuntersuchungen entscheiden Versuchsteilnehmer für jedes Item, das sie als alt eingeschätzt haben, ob sie sich bewusst an die zugehörige Enkodierepisode erinnern können (‘Remember’) oder von der Reizpräsentation lediglich wissen (‘Know’). Leider muss für die Antworten in RK-Untersuchungen angenommen werden, dass sie Rateeinflüssen unterliegen. Um Gedächtnis- und Rateprozesse zu dekonfundieren, wurde einerseits die Remember-Know-Guess-(RKG-)Prozedur vorgeschlagen; andererseits wurden zu diesem Zweck mehrere mathematische Modelle entwickelt. In dieser Arbeit wurden sechs RK-Modelle so erweitert, dass sie RKG-Daten erklären können. In einer nachfolgenden Modellselektionsstudie, die auf 46 Untersuchungen aus 32 Publikationen beruht, wurden die Modelle hinsichtlich wichtiger Modellgütekriterien miteinander verglichen: (1) Die deskriptive Adäquatheit der Modelle wurde anhand von herkömmlichen Likelihood-Quotienten-Verfahren und dem Vergleich von AIC-Differenzen bestimmt, (2) ein Maß für den Vorhersagefehler wurde durch ein nonparametrisches Bootstrapverfahren ermittelt, um zu untersuchen, inwiefern die deskriptive Adäquatheit der Modelle mit einer verringerten Generalisierbarkeit einherging, zudem wurde (3) die Konstruktvalidität der Modelle dadurch ermittelt, dass beobachtet wurde, in welchem Ausmaß Effekte von Manipulationen in jenen Parameterklassen wiedergefunden werden konnten, für die sie zu erwarten waren. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern Evidenz für einige Zwei-Prozess-Modelle des Abruferlebens: Das SAC-Modell von Reder sowie das Four-States-Modell von Erdfelder zeigten eine bessere Leistung als das Ein-Prozess-Modell von Donaldson bzw. Hirshman, zwei Varianten des Zwei-Prozess-Signalentdeckungmodells von Yonelinas sowie das STREAK-Modell von Rotello. Analysen empirisch beobachteter ROC-Kurven unterstützen diese Schlussfolgerung.
Übersetzter Titel: A comparison of six multinomial models of retrieval experiences (Englisch)
Übersetzung des Abstracts: In the test phase of a typical Remember-Know (RK) recognition experiment, participants decide for each item they judged old whether they consciously ’remember’ the event of encoding it or whether they just ’know’ that the item was present in the learning phase. A straightforward statistical analysis of data obtained by this procedure is error-prone due to guessing processes that might influence the number of remember and especially know responses in absence of actual memory. In order to disentangle guessing from remembering and knowing, the Remember-Know-Guess (RKG) procedure has been suggested by Gardiner et al. (1996). However, mathematical models provide a better solution to the problem of separating task relevant memory processes from mere guessing. In this work, six RK models were extended to account for data obtained by the RKG procedure. In a subsequent model selection study, 46 experiments from 32 different articles that had been published between 1996 and 2005 served as database. On that basis, the models’ predictive ability was analyzed by means of techniques that allow to rank the models according to four model-selection criteria: (1) Descriptive adequacy was assessed by standard likelihood-ratio testing and comparisons of AIC differences, (2) a measure of prediction error was obtained by a nonparametric bootstrap technique to further explore, whether the models’ descriptive adequacy was due to a lack of generalizability, and (3) construct validity was measured by testing whether effects of experimental manipulations are observed only in the parameter classes they are hypothesized to appear in. The results of this work provide evidence for dual-process models of retrieval experiences. Reder’s SAC model and Erdfelder’s Four-States model did perform better than Donaldsons single-process signal-detection model, two versions of the Yonelinas’ dual-process model, and Rotello’s STREAK model. The analysis of empirically observed ROCs lend further support to this conclusions. (Englisch)
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