Social preferences under risk : an experimental analysis


Bradler, Christiane


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URL: http://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/2615
URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-26151
Dokumenttyp: Arbeitspapier
Erscheinungsjahr: 2009
Sprache der Veröffentlichung: Englisch
Einrichtung: Sonstige Einrichtungen > Zentrum für Europ. Wirtschaftsforschung (ZEW)
MADOC-Schriftenreihe: Veröffentlichungen des ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) > ZEW Discussion Papers
Fachgebiet: 300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Fachklassifikation: JEL: C91 D63 D81 ,
Normierte Schlagwörter (SWD): Wohlfahrtsfunktion , Entscheidung bei Unsicherheit , Risikoverhalten
Freie Schlagwörter (Englisch): social preferences , risk , other-regarding behavior , inequality aversion
Abstract: The literature on social preferences provides overwhelming evidence of departures from pure self-interest of individuals. Experiments show that people care about others’ well-being and their relative standing. This paper investigates whether this type of behavior persists when risk comes into play. I devise an experiment which sheds light on the interrelation of risk and social preferences by measuring (1) individual risk preferences, (2) interpersonal risk preferences, and (3) social preferences under certainty. The results reveal that a large share of subjects choose to accept more risk or less potential gain than individually preferred in order to increase another subject’s payoff. Further, the willingness to do so appears to be influenced by the "need" of the other person and her potential relative standing. Surprisingly, the results do not suggest that a subject’s social behavior under risk is related to his social concerns exhibited under certainty.
Übersetzung des Abstracts: Die traditionelle ökonomische Theorie geht davon aus, dass Individuen vollständig rational handelnde Akteure sind, die ausschließlich ihren eigenen Nutzen maximieren. Zahlreiche experimentelle Studien zeigen jedoch, dass die Verhaltensannahme des Homo oeconomicus häufig zu kurz greift. Viele Experimentteilnehmer sind nicht ausschließlich auf ihren materiellen Eigennutz fokussiert, sondern haben auch eine starke Präferenz für Fairness und Gleichheit. Im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen, beschäftigt sich die vorliegende Studie mit der Frage, wie beständig diese sozialen Präferenzen sind, wenn Risiko ins Spiel kommt. Im alltäglichen Leben treffen wir eine Vielzahl von Entscheidungen, die Konsequenzen für andere Menschen haben und gleichzeitig gewisse Risiken für unseren eigenen Nutzen wie auch den Nutzen anderer bergen. Stellt man sich beispielsweise einen Schüler vor, der seinem Mitschüler in einer Prüfung abschreiben lässt, so muss dieser seine Bereitschaft, Wissen zu teilen, gegen das Risiko abwägen, erwischt und mit einer schlechten Note bestraft zu werden. Am Arbeitsplatz müssen Arbeitnehmer abwägen, ob sie sich gegenüber ihren Kollegen fair verhalten und wichtige Informationen teilen, wenngleich sie dadurch eventuell ihre Chance auf eine Beförderung verringern. Um die Wechselwirkung von sozialen Präferenzen und Risiko zu untersuchen, misst das Experiment zunächst die individuellen Risikopräferenzen. Hierfür wählen die Experimentteilnehmer in mehreren Entscheidungsproblemen jeweils zwischen einem sicheren Geldbetrag und einer Lotterie, wobei man in der Letzteren mit einem Münzwurf einen kleinen oder großen Geldbetrag gewinnen kann. Im zweiten Teil des Experiments werden die Teilnehmer zufällig in Gruppen von je zwei Personen eingeteilt. Die gleiche Aufgabe wird wiederholt, jedoch entscheidet nun jeder Experimentteilnehmer auch über den (möglichen) Geldbetrag, den ein anderer, anonymer Experimentteilnehmer bekommt. Eine am Ende zufällig ausgewählte Entscheidung bestimmt die Auszahlung beider Teilnehmer. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen bereit sind, mehr Risiko für die eigene Auszahlung einzugehen (oder auf einen höheren möglichen Gewinn verzichten), wenn sie hierdurch die Auszahlung eines anderen, anonymen Teilnehmers erhöhen können, der ansonsten einen sehr kleinen Betrag oder gar nichts erhält. Die Bereitschaft von der eigenen Risikopräferenz abzuweichen ist dabei am größten, wenn die Auszahlungen beider Teilnehmer genau angeglichen werden können. Demgegenüber kann jedoch Neid wohlwollendes Verhalten verdrängen, wenn der andere Teilnehmer eine höhere Auszahlung als der Entscheidungsträger selbst bekommt. Die Beobachtungen liefern ein weiteres Indiz dafür, dass ein Bedürfnis nach Fairness und Gleichheit menschliches Entscheidungsverhalten grundlegend beeinflusst. (Deutsch)
Zusätzliche Informationen:

Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.




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Bradler, Christiane (2009) Social preferences under risk : an experimental analysis. [Arbeitspapier]
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