Lebenssinn, Ziele und Glück: Das Kausalverhältnis zwischen Lebenssinnauffassung und Ziel- und Glücksaspekten


Ciccarello, Liborio


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URL: http://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/3021
URN: urn:nbn:de:bsz:180-madoc-30214
Dokumenttyp: Dissertation
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Universität Mannheim
Gutachter: Reinhard, Marc-André
Datum der mündl. Prüfung: 26 Oktober 2010
Sprache der Veröffentlichung: Deutsch
Einrichtung: Fakultät für Sozialwissenschaften > Sozialpsychologie (Stahlberg)
Fachgebiet: 150 Psychologie
Fachklassifikation: THES_SOZ: Persistenz Engagement Lebenssinn Glück ,
Normierte Schlagwörter (SWD): Lebenssinn , Ziel , Glück , Optimismus , Psychische Gesundheit , Religiosität
Freie Schlagwörter (Deutsch): Lebenssinnauffassung , Zielpersistenz , Glücksverständnis , Glücksquellen , Glückserleben
Freie Schlagwörter (Englisch): conception of meaning of life , goal persistence , subjective meaning of happiness , subjective sources of happiness , experience of happiness
Abstract: Drei Lebenssinnauffassungen (kurz: LSA) kann man festmachen: Eine nihilistische LSA – das Leben hat keinen Sinn –, eine humanistische LSA – Lebenssinn ist eine gedankliche Eigenkonstruktion – und eine metaphysische LSA – Lebenssinn ist etwas eigenständig Reelles –. In dieser Arbeit wurden (Kausal)Zusammenhänge zwischen der LSA einerseits und Ziel- und Glücksaspekten untersucht. Hinsichtlich LSA und Zielaspekten wurde eine Extremisierungstendenz angenommen, die impliziert, dass die Divergenz der Zielwichtigkeit, Zielverfolgung, Zieltenazität (und weiterer untergeordneter Zielaspekte) zwischen subjektiv wichtigen und subjektiv unwichtigen Zielen zunimmt je mehr Lebenssinnrealität angenommen wird; wobei eine nihilistische LSA dem Lebenssinn keine Realität zuspricht und eine metaphysische LSA dem Lebenssinn mehr Realität zuspricht als eine humanistische LSA. In den Grundzügen konnte diese Extremisierungstendenz querschnittlich bestätigt werden; längsschnittlich konnte sie nur für die subjektiv wichtigen Ziele (d. h. metaphysische LSA > humanistische LSA > nihilistische LSA) und experimentell nur für die subjektiv unwichtigen Ziele (d. h. metaphysische LSA < humanistische LSA < nihilistische LSA) bestätigt werden, wobei bei diesen Effekten sich die Zielwichtigkeit generell als vermittelnd herausstellte. Hinsichtlich LSA und Glück konnte sowohl querschnittlich als auch längsschnittlich erwartungskonform gezeigt werden, dass zwischen Lebenssinnrealitätsannahme und Glück ein positiver (bidirektionaler Kausal)Zusammenhang besteht. Experimentell stellte sich aber erwartungsdiskonform heraus, dass Lebenssinnbejahung weniger mit Glück assoziert ist als Lebenssinnverneinung. Gleichwohl ergab sich, dass Glück eher mit Lebenssinnbejahung als mit Lebenssinnverneinung assoziiert ist. Dass Optimismus zwischen LSA und Glück vermittelt, konnte nicht bestätigt werden: In keiner der durchgeführten Studien (außer der querschnittlichen) konnte das gefunden werden. Auch weisen die durchgeführten Studien – insgesamt gesehen – darauf hin, dass zwischen LSA einerseits und physischer bzw. psychischer Gesundheit, Glücksverständnis, angenommenen Glücksquellen und Glückserleben andererseits ein (Kausal)zusammenhang besteht. Erwartungskonform resultierte, dass die Effekte der LSA auf die Ziel- und Glücksaspekte meistens nicht durch die Religiosität erklärbar sind. Der originäre Beitrag dieser Arbeit ist an zwei Stellen zu sehen: Erstens im herangezogenen Konstrukt der LSA, welches bisher nur dichotom konzipiert wurde (Lebenssinnbejahung vs. Lebenssinnverneinung), hier hingegen tri- bzw. tetrachotom (nihilistische LSA vs. humanistische LSA vs. metaphysische LSA [agnostisch-metaphysische LSA vs. gnostisch-metaphysische LSA]). Und zweitens, dass die LSA längsschnittlich bzw. experimentell erforscht wurde, während dies bisher ausschließlich querschnittlich erfolgt ist.
Übersetzter Titel: Meaning of life, goals and happiness: The causal relationship between conception of meaning of life and aspects of goals and happiness (Englisch)
Übersetzung des Abstracts: One can identify three conceptions of meaning of life (short: cml): A nihilistic cml – according to which the life does not have a meaning -, a humanistic cml – which defines meaning of life as a mental self-construction - and a metaphysical cml – according to which meaning of life is somewhat independently real -. Examined were (causal) relationships between cml on the one hand and aspects of goals and happiness on the other hand. Regarding cml and goal aspects a tendency of extremity was assumed, implying that the divergence of goal importance, goal persecution, goal persistence (and further subordinated goal aspects) between subjective important and subjective unimportant goals increases the more meaning of life is considered as something real: Whereby a nihilistic cml attributes no reality to meaning of life, a metaphysical cml does so to a further extend than a humanistic cml. Examined cross-sectionally, this tendency could be confirmed in general; investigated longitudinally, it could be confirmed for the subjective important goals only (i.e. metaphysical cml > humanistic cml > nihilistic cml) and, examined experimentally, for the subjective unimportant goals only (i.e. metaphysical cml < humanistic cml < nihilistic cml). Thus, goal importance in general turned out to be a mediating factor. Regarding cml and happiness, as expected the existence of a positive (bidirectional causal) relationship between attribution of reality to meaning of life and happiness could be shown. This accounts for cross-sectional and longitudinal examinations, respectively. However, experimentally examined in contrast to the expectation, not the affirmation, but the negation of meaning of life was associated with happiness. Nevertheless, it showed that happiness is closer associated to the affirmation than the negation of meaning of life. It could not be confirmed that optimism mediates between clm and happiness: In none of the accomplished studies (except the cross-sectional) that could be found. Also, altogether the accomplished studies point out to a (causal) relationship between clm on the one hand and physical and/or mental health, subjective meaning of happiness, subjective sources of happiness and experience of happiness on the other hand. As expected, the effects of cml on aspects of goals and of happiness cannot be explained by religiousness. The original contributions of this work are two: First of all, in the concept of cml, which was conceived up until now only dichotomous (affirmation of meaning of life vs. negation of meaning of life), is now conceived tri- and/or tetrachotomous (nihilistic cml vs. humanistic cml vs. metaphysical cml [agnostic-metaphysical cml vs. gnostic- metaphysical cml]). Secondly, cml was investigated longitudinally and/or experimentally, while before it has been examined cross-sectional exclusively. (Englisch)
Zusätzliche Informationen:

Das Dokument wird vom Publikationsserver der Universitätsbibliothek Mannheim bereitgestellt.




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Ciccarello, Liborio (2010) Lebenssinn, Ziele und Glück: Das Kausalverhältnis zwischen Lebenssinnauffassung und Ziel- und Glücksaspekten. [Dissertation]
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